Einige nette Nachbarn im Landkreis Kitzingen

Sommerach, der zweite Ort auf der Weininsel, liegt vier Kilometer nahe und wird von einer spätmittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Besonders gut erhaltenen blieb die Westseite – bis zu sechs Meter hoch. Mehrere Türme stärken die Befestigung, Main- und Gerlachshäuser Tor bilden kräftige Dominanten.

Gut zwei Kilometer entfernt thront das Schloss Hallburg überm Main. Das ist vor allem als sommerliches Ausflugsziel bekannt, wenn vom Wein- und Biergarten der Blick auf Pferdekoppeln, Wald und Fischweiher fällt. In kälteren Jahreszeiten läuft der Restaurantbetrieb in historischen Sälen weiter.

100 Höhenmeter über Escherndorf erlaubt die Vogelsburg einen Blick nach Nord und Süd – beide male auf den Main, der das Kloster mit seiner Schleife umfasst. Augustinusschwestern bewirtschaften Panoramagarten und Tagungszentrum. Und sie gehörten zu den Wegbereitern des naturnahen Weinbaus in Franken.

Ein touristisches Zentrum Weinfrankens ist Volkach, fünf Kilometer mainoberhalb gelegen. Kirche, Rathaus und das herrliche Schelfenhaus – heute Heimatmuseum – prägen den Ortskern mit seinen vielen kleineren alten Handwerkerhäusern. Die Enden der Hauptstraße markieren die gewaltigen Tortürme der einstigen Stadtbefestigung. Die Wallfahrtskirche Maria im Weinberg birgt eine Strahlenkranzmadonna des meisterlichen spätgotischen Bildhauers Tilman Riemenschneider.

Eine 15 Kilometer lange radwandertaugliche Nebenstraße führt nach Osten ins sehenswürdige Prichsenstadt, wenig länger, aber über Radwege zu befahren, ist die Verbindung nach Gerolzhofen, das Tor zum Steigerwald.

Im früheren Kartäuserkloster von Astheim führt ein Museum in die Bilderwelt der christlichen Volksfrömmigkeit ein. Ein kluges Konzept lässt 600 Kunstwerke sprechen. Die Sammlung in der mittelalterlichen Anlage ist alles andere als ein dörfliches Heimatmuseum, sondern eine Gründung der Diözese Würzburg.